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Adipositas

Einführungstext

Adipositas bezeichnet die über das Normalmaß hinausgehende Zunahme des Körperfetts. Zur Bestimmung des Körpergewichts hat sich international der Body-Mass-Index (BMI) etabliert. Der BMI ist definiert als das Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter). Bei Kindern jedoch unterliegt der BMI noch stark den alters- und geschlechtsabhängigen körperlichen Veränderungen. Grenzwerte für Kinder werden daher nach Altersgruppen über das sogenannte „Perzentil-Verfahren“ bestimmt (siehe z.B. KIGGS-Studie des RKI).

Als Hauptursachen für die Entstehung der Adipositas gelten nach wie vor ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel; auch genetische und psychosoziale Faktoren stehen in Verdacht, Adipositas zu begünstigen.

Übergewicht und Adipositas nehmen unter deutschen Kindern und Jugendlichen zu: Die Zahl übergewichtiger Kinder ist seit dem Jahr 2000 um rund 50% gestiegen, die Zahl adipöser Kinder hat sich sogar in etwa verdoppelt. Der Anteil adipöser Erstklässler in Deutschland wird auf rund 5% geschätzt; nach Beendigung der Grundschule sind fast doppelt so viele Jungen übergewichtig wie zuvor, fast 60% mehr Mädchen leiden unter zu vielen Kilos. Für Kinder aus sozial schwächeren Schichten besteht ein sehr viel höheres Adipositas-Risiko: Der Anteil von Erkrankten liegt bei ihnen in allen Altersgruppen drei- bis viermal höher als bei Kindern aus hohen sozialen Schichten. Ähnliches gilt für Kinder aus Migrantenfamilien.

Unumstritten bleibt die Tatsache, dass Adipositas chronische und z.T. lebensgefährliche gesundheitliche Auswirkungen nach sich zieht. Neben psychosozialen und orthopädischen Störungen treten insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie Diabetes mellitus Typ 2 auf. Auch Krebserkrankungen können langfristig die Folge sein.

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Aktualisiert am 19.08.2008