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Zahngesundheit

Einführungstext

Gesunde Zähne sind wichtig für die Funktionstätigkeit des menschlichen Organismus. Die Zähne müssen zahlreichen unterschiedlichen Einflüssen wie bspw. Beschaffenheit und Inhaltsstoffen der Nahrung standhalten. Dies kann nur durch eine regelmäßige Zahnpflege erreicht werden. Eine gesunde Mundhöhle sollte folgende Kriterien erfüllen: keine Karies, kein Zahnstein, gesundes Zahnfleisch, ein natürliches Weiß und frischer Atem.

Zum Zeitpunkt der Geburt ist der Säugling noch zahnlos. Zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat brechen die Milchzähne durch. Ab dem 6. Lebensjahr erscheinen die bleibenden Zähne. Das bleibende Gebiss ist in der Regel mit 18 Jahren voll ausgebildet.

Die häufigste Erkrankung des Gebisses ist eine Zerstörung der sog. Zahnhartsubstanzen (Karies) durch das Zusammenwirken von Nahrungsbestandteilen und Bakterien in den weichen Zahnbelägen. Zucker und andere Kohlenhydrate sowie Fruchtsäuren in Nahrungsmitteln und Getränken begünstigen deren Wachstum. Durch unzureichende Mundhygiene und verminderten Speichelfluss bleiben die Bakterien an den Zähnen haften und bilden Säuren, die den Zahnschmelz zerstören. So entstehen mit der Zeit Erosionen, die sich durch vermehrte Bakterienbildung vergrößern. Die in der Mundhöhle angesammelten Krankheitserreger können sich später über das Blut im gesamten Körper ausbreiten. So kann z.B. eine unbehandelte Parodontose (Schwund des Zahnhalteapparates) koronare Herzkrankheiten verursachen.
Eltern sollten darauf achten, ihren Kindern Süßigkeiten sowie gesüßte Getränke nur äußerst selten und in geringer Menge zu geben. Da die Feinmotorik von kleinen Kindern noch schlecht ausgebildet ist, sollten die Eltern bis zum Schuleingangsalter ebenfalls das Putzen der Zähne übernehmen. Für eine optimale Kariesprophylaxe sollte eine fluoridhaltige Zahnpasta benutzt werden.

Viele Eltern denken, die Milchzähne seien verzichtbar, da sie nach wenigen Jahren ausfallen und durch die „Bleibenden“ ersetzt werden. Dies hat oft zur Folge, dass die Milchzähne nicht ordnungsgemäß gepflegt werden und Karies entsteht. Bleibt die Karies unbehandelt kann sie auf die nachfolgenden bleibenden Zähne übertragen werden. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Milchzähne als Platzhalter dienen, an denen sich später die bleibenden Zähne orientieren und so ihren Platz im Kiefer einnehmen können.

Die Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS) ist die wichtigste Bestandsaufnahme zur Mundgesundheitssituation und zum zahnärztlichen Versorgungsgrad der deutschen Bevölkerung. Als Ergebnis ist im Vergleich zur vorangegangenen dritten Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 1997 bei Kindern ein deutlicher Rückgang der Karieserkrankungen zu verzeichnen. Zwölfjährige haben heute im Durchschnitt an 0,7 Zähnen Karieserkrankungen, im Jahr 1997 lag der Wert bei 1,7. Ein völlig gesundes Gebiss ganz ohne Karies, Füllungen oder kariesbedingte Extraktionen weisen 70 % der Kinder und 46 % der Jugendlichen auf.
Dem Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert Koch-Instituts zu Folge gaben 71% der befragten Kinder an, sich zweimal täglich die Zähne zu putzen, während 29% ihre Zähne unzureichend pflegten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wurden von 74% der Befragten in Anspruch genommen.

Zuständigkeit auf Bundesebene beinhaltet die Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe) gemäß § 21 SGB V, sowie die Beratung der Gesunderhaltung des Zahn-, Mund- und Kieferbereiches und bei Bedarf regelmäßige Untersuchungen gemäß § 13 Abs.1 ÖGDG und gemäß § 13 Abs. 2 ÖGDG die Individualprophylaxe. Auf kommunaler Ebene sind die Zahnärzte tätig.


Tag 25. September
Tag der Zahngesundheit

Website Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ)

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Aktualisiert am 08.10.2008